Übung 2: Semantische Wissensgraphmodellierung¶
Lernziele
- Sie können einen Ausschnitt eines Gegenstandbereichs in einen semantischen Wissensgraphen überführen
- Sie können Wissensgraphen mittels dem Resource Description Framework (RDF) darstellen
- Sie verstehen die Rolle von Ontologien in semantischen Wissensgraphen
Aufgaben¶
Literaturrecherche¶
- Lesen sie den nachfolgend verlinkten Artikel und beantworten sie die folgenden Fragen:
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Dean Allemang: “Cool things I do with RDF”, Online-Artikel, 2023.
- Warum eignet sich RDF besonders gut für den Austausch von Daten zwischen verschiedenen Systemen?
- Welche Vorteile hat ein Graphmodell gegenüber tabellarischen Datenmodellen (z. B. CSV oder relationale Datenbanken)?
- Warum ist eine Datenmigration zwischen TripleStores mittels RDF relativ einfach, während Datenbankmigrationen bei relationalen Systemen oft komplex sind?
- Der Artikel beschreibt RDF-Daten als „selbstbeschreibend“. Was bedeutet dieser Begriff und welche Mechanismen im Semantic Web unterstützen diese Eigenschaft?
- Der Artikel beschreibt das Konzept des „Layering“ von Daten oder Metadaten. Wie funktioniert dieses Prinzip und warum ist es für komplexe Informationssysteme nützlich?
- Der Autor nutzt RDF, um mehrere Datensätze zu kombinieren und daraus neue Analysen abzuleiten. Beschreiben Sie einen möglichen Anwendungsfall aus Ihrem Studien- oder Arbeitskontext.
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Angenommen, drei Organisationen veröffentlichen folgende Daten:
- Publikationsdaten
- Forschungsprojekte
- Organisationsstrukturen
Beschreiben Sie, wie RDF helfen kann, diese Daten zu integrieren.
Gehen Sie dabei insbesondere auf die Konzepte URIs, Linked Data, gemeinsame Ontologien ein
- Für ein Grundverständnis zu RDF und dessen Modellierungsprimitive konsultieren sie gerne das Buch
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“Semantic Web for the Working Ontologist – Effective Modeling in RDFS and OWL” (Second Edition)
von Dean Allemang und Jim Hendler (Link in Moodle)
Modellierung eines realen Ausschnitts eines Gegenstandbereichs¶
Stellen Sie den aus Übung 1 bekannten Sachverhalt bis einschl. Stufe 3 mittels RDF dar. Verwenden Sie eigene URIs (mit bel. Namespace, den Sie in Ihrem Modell abkürzen können) zum Ausdruck von Resourcen und Properties in der ABox1.
Hinweise:
- Berücksichtigen Sie in Ihrem Wissensgraphen auch etwaige Generalisierungs- und Spezialisierungsbeziehungen in der TBox.
- Überlegen Sie, welchen Sachverhalt Sie als assertionales und welches als terminologisches Wissen ausdrücken.
- Untersuchen Sie die in Ihrem Wissensgraphen verwendeten Resourcen dahingehend, ob sie zur TBox oder ABox gehören, d.h., ob eine Resource terminologisches oder assertionales Wissen repräsentiert.
- Überlegen Sie, was Subject, Object oder Literal ist.
- Verwenden Sie zur Darstellung ein beliebiges CASE2-Tool. Entscheidend ist weniger die 100%-ig korrekte Verwendung der RDF/S Sprachelemente als vielmehr eine schlüssige Konzeptualisierung, d.h., Überführung des o.g. Beispiels in einen semantischen Wissensgraphen (der mittels RDF/S formalisiert wird).
Letztes Update:
18. March 2026